
Dienstag, 15.05.2012
Journal für das Pilgerprojekt in
Santiago de Compostela begonnen!
Seit dem 1. Mai 2012 sind in Santiago de Compostela wieder ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tätig, um die Pilger und Pilgerinnen zu empfangen und zu begleiten. Wir haben uns entschlossen, in diesem Jahr erstmals in Form eines Journals über die Erlebnisse und Ereignisse zu berichten. Pilger und interessierte Leser können sich so einen aktuellen Eindruck von der Situation in Santiago machen.
Heute liegt der Bericht des ersten Teams, das seinen Dienst nach 14 Tagen beendet hat, vor.
Sie können ihn hier nachlesen: (Journaleintrag)
Montag, 14.05.2012
„Tourismus, der einen Unterschied macht“
7. Weltkongress für Tourismuspastoral des Päpstlichen Rates
Auf Einladung des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs fand vom 23. bis 27. April 2012 in Cancun (Mexiko) der 7. Weltkongress für Tourismuspastoral statt, der unter dem Leitthema „Tourismus, der einen Unterschied macht“ stand. Über 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 40 Ländern diskutierten 4 Tage aktuelle Fragen des Tourismus und die sich ergebenden pastoralen Herausforderungen für das kirchliche Handeln.
Alle Texte sind auf der speziell für den Kongress geschalteten Internetseite: http://empt2012.org/ zu finden. Wir veröffentlichen das Abschlussdokument in einer deutschen Übersetzung. Hier:
Donnerstag, 10.05.2012
Gottesdienstlesungen in vielen Sprachen – ein Angebot des Vienna International Religious Center (VIRC)
Das Zentrum für Internationalen Religiösen Tourismus der Erzdiözese Wien (VIRC) bietet einen besonderen Service, auf den wir gerne hinweisen:
In 13 Sprachen werden die Katholischen Sonn- und Feiertagslesungen zum Downloaden angeboten, viele ergänzt durch kurze Meditationen. Dieses Angebot ist sowohl für Seelsorger als auch für Touristen von Interesse.
Alle weiteren Informationen sind zu finden unter: http://www.virc.at/texte/texte_d.htm

Mittwoch, 04.04.2012
Neues "Miteinander" erschienen
Heft 1/2012 der Zeitschrift "Miteinander" ist erschienen.
Sie finden die Beiträge hier

Donnerstag, 29.03.2012
Führungswechsel im Deutschen Pilgerzentrum
In Rom folgt auf Prälat Antonio Tedesco der Campo-Santo-Rektor Hans-Peter Fischer
Ab dem 01. April 2012 übernimmt der Rektor des Priesterkollegs Campo Santo Teutonico, Hans-Peter Fischer, zusätzlich die Leitung des Deutschen Pilgerzentrums. Der Freiburger Diözesanpriester wird Nachfolger des langjährigen Direktors des Zentrums, Prälat Antonio Tedesco. Mehr:
Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz. Hier:

Mittwoch, 29.02.2012
Neue Broschüre "Freizeit und Tourismus – Angebote der Katholischen Kirche" erschienen
Freizeit und Tourismus haben in unserer Gesellschaft einen großen Stellenwert und prägen auch unser kirchliches Leben. Aus Anlass der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) Anfang März 2012, bei der erstmals der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland am „Kirchenforum“ teilnehmen, hat das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz eine Broschüre „Freizeit und Tourismus – Angebote der katholischen Kirche“ veröffentlicht, die exemplarisch einige Felder kirchlichen Handelns in diesem Bereich vorstellt. Die Spanne reicht von der „Kirche am Strand“ über „Autobahnkirchen“ bis hin zur „Tourismusseelsorge auf Teneriffa“.
Die Broschüre wurde in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen für Tourismus in den Diözesen wie auch von Mitarbeitern des Katholischen Auslandssekretariates erstellt. Die Broschüre kann heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.
Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.dbk.de/themen/urlaub-und-freizeit
Informationen über das Kirchenforum auf der ITB finden Sie unter: http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/Dossiers/ITB-Einladungsflyer.pdf
Aus Anlass der Veröffentlichung der Broschüre und des Kirchenforums auf der ITB 2012 hat der Leiter des Katholischen Auslandssekretariates, Msgr. Peter Lang,
folgendes Interview gegeben:

Vertrautheit in der Fremde
Egal ob für einen kurzen Urlaub oder für längere Zeit: Wer ins Ausland geht, nimmt nicht nur seine Sprache mit, sondern auch den eigenen Glauben. Doch wie unterstützt die katholische Kirche diese Menschen? Welche Seelsorger kann man in der Muttersprache ansprechen und wo findet man Hilfe? Im Gespräch gibt Monsignore Peter Lang, der Leiter des Katholischen Auslandssekretariats (KAS) der Deutschen Bischofskonferenz, Antworten über Ziele, Arbeitsfelder und Chancen der Touristenseelsorge:
Was sind die Arbeitsfelder des Katholischen Auslandssekretariates?
Das Katholische Auslandsekretariat bietet Seelsorge für die weltweit lebenden deutschsprachigen Katholiken an. Ursprünglich für Auswanderer gegründet, werden heute besonders die Menschen erreicht, die nur für eine befristete Zeit ins Ausland gehen. Dazu gehören neben den sog. Expatriats auch die Touristen, Langzeiturlauber und Residenten. Insgesamt leben etwa 5 Millionen Deutsche im Ausland.
Was sind die Ziele der Urlaubs- und Touristenseelsorge?
Wer in Urlaub fährt, lässt seinen Glauben nicht zu Hause. Gerade in der Fremde wollen Menschen in der vertrauten Sprache ihren Glauben leben. Daher suchen viele, besonders in den von vielen Deutschen besuchten spanischen Urlaubsregionen, die Möglichkeit, die Eucharistie zu feiern. Besonders wichtig ist dieses Angebot aber für Urlauber, die Wochen und Monate am Urlaubsort leben. Für sie sind zudem regelmäßige Kontakte wesentlich. Viele Menschen nutzen aber auch gerade die Urlaubszeit, um ihre religiösen Bedürfnisse zu vertiefen. Dies ist auch ein Grund, warum Kirchen die meist besuchten Orte von Touristen im Urlaub sind.
Wie viele Mitarbeiter/Seelsorger umfasst die Freizeit- und Touristenseelsorge in Deutschland?
Eine genaue Zahl kann ich nicht nennen, aber eine ganze Reihe von Diözesen hat hauptamtliche Mitarbeiter freigestellt, besonders in den Regionen, die stark touristisch genutzt werden, wie z. B. die Nordseeküste oder die Alpenregion. Sie werden unterstützt durch eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer, die Kirchen offenhalten oder Kinder an den Ferienorten betreuen.
Welche Qualifikationen muss ein Touristenseelsorger mitbringen?
Tourismusseelsorger müssen erst einmal die gleichen Bedingungen erfüllen wie jeder andere Seelsorger auch. Darüber hinaus sollten sie sehr kommunikativ sein und gerne auf fremde Menschen zugehen, denn solche Kontakte sind die Voraussetzung für eine intensive und gute Arbeit. Die Seelsorger sollten auch bereit sein, vielfältige Fragen zu beantworten. Und sie sollten mit der Erfahrung leben können, dass es oftmals bei Einzelgesprächen bleibt.
In welchen Ländern der Welt sind deutsche Touristenseelsorger eingesetzt? Wie kann ich sie als Urlauber erreichen?
Deutschsprachige Tourismusseelsorge wird an der spanischen Ostküste, auf den Kanaren und den Balearen angeboten, darüber hinaus in der Nähe von Venedig und Aix-en-Provence sowie in Antalya. Und wer es ganz exotisch möchte, der kann ein Angebot auf der Insel Flores in Indonesien nutzen. Alle Adressen findet man auf der Internetseite des Auslandssekretariates unter www.auslandsseelsorge.de
Welche Menschen nutzen vor allem die Angebote der Kirche im Urlaub? (Zielgruppe, jung-alt, gebildet-ungebildet, kirchennah oder –fern, etc.)
Zum einen nutzen alle Menschen am Urlaubsort die kirchlichen Angebote, die auch daheim in die Kirche gehen. Besonders intensiv suchen aber sog. Langzeiturlauber und Residenten den Kontakt mit dem muttersprachlichen Seelsorger. Eine stark wachsende Gruppe stellen die Menschen dar, die den Urlaub bewusst nutzen, um sich nicht nur körperlich zu erholen, sondern auch seelisch „auftanken“ wollen.
Inwieweit unterstützt das Katholische Auslandssekretariat diejenigen, die Tourismus ermöglichen? (Koch, Hotelangestellte, etc.)
Die Menschen zu erreichen, die anderen Urlaub überhaupt erst ermöglichen, ist nicht leicht, denn sie müssen ja gerade dann arbeiten, wenn andere Ferien machen. Es gibt einzelne spezielle Angebote in den Kirchen. Exemplarisch möchte ich die Gottesdienste für die Mitarbeiter auf Kreuzfahrtschiffen nennen, die oft über Monate nicht länger von Bord kommen. Unsere Bordseelsorger bieten für diese Gläubigen – soweit möglich - besondere Gottesdienste, oft auch am späten Abend, an.
Wie nachhaltig ist das Wirken der Touristenseelsorger?
Den Erfolg von Seelsorge zu messen ist generell schwierig. Noch dazu, wenn es manchmal nur einmalige Begegnungen sind. Hier im Auslandssekretariat erreichen uns aber immer wieder sehr positive Rückmeldungen und ausdrücklicher Dank, für eine Messe auf den Kanaren, ein Gespräch auf einem Campingplatz oder für einen geistlichen Kirchenrundgang in Santiago de Compostela.
Worin sehen sie die große Herausforderung der nächsten zehn Jahre für die Freizeit- und Touristenseelsorge?
Wenn die Entwicklung der letzten Jahrzehnte weitergeht, dann wird die Zahl der Urlaube, die jemand im Jahr macht, weiter steigen, die Zahl der dafür eingesetzten Urlaubstage aber kleiner. Kurzzeitige Begegnungen werden somit noch mehr zunehmen. Auch wird wohl die Zahl der Menschen weiter steigen, die den Urlaub nutzen, um spirituell-religiös neue Kraft zu finden. Das starke Anwachsen in den Bereichen „Kloster auf Zeit“ und „Pilgern“ sind dafür deutliche Indikatoren. Diesen Menschen die Hilfen zu geben, die sie benötigen, wird eine der wichtigen Aufgaben der kommenden Jahre sein.
Wie verbringen Sie am liebsten Ihren Urlaub?
Ich habe keinen festen Urlaubsort, ich sehe mir gerne etwas Neues an. Wichtiger als der Ort ist für mich eine nette Reisebegleitung, da ich ungern alleine verreise. Auch weil ich berufsbedingt zu oft am Schreibtisch sitze, suche ich im Urlaub gerne körperliche Bewegung. Früher waren das mehr Radtouren, heute gehe ich lieber Wandern, so bin ich in den letzten beiden Jahren den ganzen Rheinsteig und einen Treck in Nepal gewandert.

13.09.2011
Neue Internetseite für das Projekt „Pilgerseelsorge in Santiago de Compostela“
Das große Interesse an dem Angebot deutschsprachiger Seelsorge in Santiago de Compostela haben die Veranstalter veranlasst, alle wichtigen Informationen im Internet zugänglich zu machen.

12. Juli 2011 - KNA-Interview
"Der Küranteil ist sehr groß"
Weihbischof Heiner Koch zur Tourismusseelsorge
Von Angelika Prauß (KNA)
Faulenzen, ein gutes Buch lesen, wandern - so mancher Urlauber kommt abseits des Alltagstrotts aber auch wieder zum Nachdenken über Gott und die Welt. Brechen im Urlaub Sinn- und Glaubensfragen auf, sind Tourismusseelsorger gefragt. In 67 Ländern kümmern sich derzeit 166 deutsche kirchliche Mitarbeiter - Pfarrer, Ordensleute, Pastoralreferenten - um die Seelsorge fern der Heimat. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) spricht der Beauftragte der Bischofskonferenz für die Auslandsseelsorge, der Kölner Weihbischof Heiner Koch, über die Herausforderungen der Urlauberseelsorge.
Hier finden Sie das ganze Interview