Aktuell – Archiv


 

 

v.l.n.r.: Pater Rolke, Kardinal Marx und Generalkonsul Dr. Birgelen

Montag, 30.11.2015

Kardinal Marx zu Besuch in Istanbul

Auf Einladung des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, vom 28. bis 30. November 2015 nach Istanbul gereist. Anlass seines Besuchs war das Fest des Apostels Andreas, das am 30. November 2015 gefeiert wurde. Begleitet wurde er durch den Pressesprecher der deutschen Bischofskonferenz Matthias Kopp und den Bereichsleiter, Dr. Frank Ronge. Sowohl am 1. Adventssonntag wie am Montag, den 30. November (Andreasfest), feierte Kardinal Marx die Heilige Messe in der Kapelle der deutschsprachigen Auslandsgemeinde St Paul, an der auch der Deutsche Generalkonsul, Dr. Birgelen, ein aktives Gemeindemitglied, teilnahm. Vor Messbeginn segnete Kardinal Marx den Adventskranz, der von in Istanbul lebenden deutschen Frauen liebevoll gestaltet worden war. Kardinal Marx nutzte die Zeit, um sich bei P. Christian Rolke und Pfarrer Ludger Paskert, der aus Antalya angereist war, über die Situation der Christen in der Türkei zu informieren. Für die deutschsprachigen Katholiken war dieser Besuch eine Ermutigung, die sie noch lange in Erinnerung haben werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch der Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz - 29.11.2015 - Nr. 229 - "Kardinal Marx zum Gespräch bei Patriarch Bartholomaios I. in Istanbul"

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Montag, 19.10.2015

Zehnten und letzten Teambericht der Pilgerseelsorge in Santiago de Compostela für das Jahr 2015 erhalten und veröffentlicht.

Zehnter Teambericht vom 25. September bis 16. Oktober 2015


Freitag, 19.06.2015

Die Herausforderungen im interreligiösen Dialog

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

vor einigen Tagen haben wir einen Beitrag erhalten, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Er stammt von DDr. Michael Weninger, der unserer Arbeit in Rom sehr verbunden ist. DDr. Weninger ist Mitglied des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog und dort zuständig für den Dialog mit dem Islam, ein Thema von höchster Aktualität. 

Mehr zum Beitrag: „Die Herausforderungen im interreligiösen Dialog"


Freitag, 22.05.2015

"Vater unser" - in Abu Dhabi

Wenn Pfarrer Reinhold Sahner in der St. Joseph´s Cathedral in Abu Dhabi den Schlusssegen spricht, ist das nicht das Ende. Danach trifft sich die deutschsprachige Gemeinde im Emirat noch zu Kaffee, Kuchen und Gespräch. Das gehört hier zum festen Ritual. (...)

Ausführlichen Artikel von Martin Mölder können Sie hier abrufen:

Quelle: http://www.erzbistum-koeln.de/thema/sommerzeit-2015/downloadbereich


Pfarrer Dr. Manfred Deselaers

Der Beitrag des Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim zum christlich-jüdischen Dialog 1990-2013

1988 sagte Papst Johannes Paul II.: „Unter den vielfältigen heutigen Initiativen, die im Geist des Konzils für den jüdisch-christlichen Dialog entstehen, möchte ich auf das Zentrum für Information, Erziehung, Begegnung und Gebet hinweisen, das in Polen errichtet wird. Es ist dazu bestimmt, die Shoah sowie das Martyrium des polnischen Volkes und der anderen europäischen Völker während der Zeit des Nationalsozialismus zu erforschen und sich mit ihnen geistig auseinanderzusetzen. Es ist zu wünschen, dass es reiche Früchte hervorbringt und auch für andere Nationen als Vorbild dienen kann.” Mehr

Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim (Auschwitz)


Dienstag, 26. August 2014

Bundeskanzlerin informiert sich über deutsche Pilgerseelsorge in Santiago de Compostela

Am Montag, 25.8.2014 besuchte die deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Kathedrale von Santiago de Compostela. Auf ihrem Rundgang durch die Kathedrale zusammen mit Vertretern des spanischen Staates und Erzbischof Julián konnte  ich sie im Namen der deutschsprachigen Pilgerseelsorge in Santiago begrüßen. Sie zeigte sich erstaunt, dass es diesen Dienst gibt und fragte interessiert nach, wie viele Pilger kämen, was unser Dienst beinhaltet usw.  Trotz ihres straff durchorganisierten Besuchs nahm sie sich einige Augenblicke Zeit. Am Abend zuvor war Bundeskanzlerin Dr. Merkel mit dem spanischen Ministerpräsidenten Rajoy 5 km auf dem Jakobsweg gewandert. Die heutige Presse berichtet, dass sie sehr beeindruckt von ihrem Besuch in Santiago sei. Wir wünschen ihr, dass sie einmal größere Pilgererfahrungen machen darf.
Pfarrer Stefan Schacher

domradio.de führte mit Pfarrer Stefan Schacher (Organisation der deutschsprachigen Pilgerseelsorge in Santiago de Compostela) ein Interview anlässlich des Besuches der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Das ganze Interview "Wir freuen uns auf Frau Merkel" können Sie sich hier abrufen:


Vertrautheit in der Fremde  

Egal ob für einen kurzen Urlaub oder für längere Zeit: Wer ins Ausland geht, nimmt nicht nur seine Sprache mit, sondern auch den eigenen Glauben. Doch wie unterstützt die katholische Kirche diese Menschen? Welche Seelsorger kann man in der Muttersprache ansprechen und wo findet man Hilfe? Im Gespräch gibt Monsignore Peter Lang, der Leiter des Katholischen Auslandssekretariats (KAS) der Deutschen Bischofskonferenz, Antworten über Ziele, Arbeitsfelder und Chancen der Touristenseelsorge:

Was sind die Arbeitsfelder des Katholischen Auslandssekretariates?

Das Katholische Auslandsekretariat bietet Seelsorge für die weltweit lebenden deutschsprachigen Katholiken an. Ursprünglich für Auswanderer gegründet, werden heute besonders die Menschen erreicht, die nur für eine befristete Zeit ins Ausland gehen. Dazu gehören neben den sog. Expatriats auch die Touristen, Langzeiturlauber und Residenten. Insgesamt leben etwa 5 Millionen Deutsche im Ausland.

Was sind die Ziele der Urlaubs- und Touristenseelsorge?

Wer in Urlaub fährt, lässt seinen Glauben nicht zu Hause. Gerade in der Fremde wollen Menschen in der vertrauten Sprache ihren Glauben leben. Daher suchen viele, besonders in den von vielen Deutschen besuchten spanischen Urlaubsregionen, die Möglichkeit, die Eucharistie zu feiern. Besonders wichtig ist dieses Angebot aber für Urlauber, die Wochen und Monate am Urlaubsort leben. Für sie sind zudem regelmäßige Kontakte wesentlich. Viele Menschen nutzen aber auch gerade die Urlaubszeit, um ihre religiösen Bedürfnisse zu vertiefen. Dies ist auch ein Grund, warum Kirchen die meist besuchten Orte von Touristen im Urlaub sind.

Wie viele Mitarbeiter/Seelsorger umfasst die Freizeit- und Touristenseelsorge in Deutschland?

Eine genaue Zahl kann ich nicht nennen, aber eine ganze Reihe von Diözesen hat hauptamtliche Mitarbeiter freigestellt, besonders in den Regionen, die stark touristisch genutzt werden, wie z. B. die Nordseeküste oder die Alpenregion. Sie werden unterstützt durch eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer, die Kirchen offenhalten oder Kinder an den Ferienorten betreuen.

Welche Qualifikationen muss ein Touristenseelsorger mitbringen?

Tourismusseelsorger müssen erst einmal die gleichen Bedingungen erfüllen wie jeder andere Seelsorger auch. Darüber hinaus sollten sie sehr kommunikativ sein und gerne auf fremde Menschen zugehen, denn solche Kontakte sind die Voraussetzung für eine intensive und gute Arbeit. Die Seelsorger sollten auch bereit sein, vielfältige Fragen zu beantworten. Und sie sollten mit der Erfahrung leben können, dass es oftmals bei Einzelgesprächen bleibt.

In welchen Ländern der Welt sind deutsche Touristenseelsorger eingesetzt? Wie kann ich sie als Urlauber erreichen?

Deutschsprachige Tourismusseelsorge wird an der spanischen Ostküste, auf den Kanaren und den Balearen angeboten, darüber hinaus in der Nähe von Venedig und Aix-en-Provence sowie in Antalya. Und wer es ganz exotisch möchte, der kann ein Angebot auf der Insel Flores in Indonesien nutzen. Alle Adressen findet man auf der Internetseite des Auslandssekretariates unter www.auslandsseelsorge.de

Welche Menschen nutzen vor allem die Angebote der Kirche im Urlaub? (Zielgruppe, jung-alt, gebildet-ungebildet, kirchennah oder –fern, etc.)

Zum einen nutzen alle Menschen am Urlaubsort die kirchlichen Angebote, die auch daheim in die Kirche gehen. Besonders intensiv suchen aber sog. Langzeiturlauber und Residenten den Kontakt mit dem muttersprachlichen Seelsorger. Eine stark wachsende Gruppe stellen die Menschen dar, die den Urlaub bewusst nutzen, um sich nicht nur körperlich zu erholen, sondern auch seelisch „auftanken“ wollen.

Inwieweit unterstützt das Katholische Auslandssekretariat diejenigen, die Tourismus ermöglichen? (Koch, Hotelangestellte, etc.)

Die Menschen zu erreichen, die anderen Urlaub überhaupt erst ermöglichen, ist nicht leicht, denn sie müssen ja gerade dann arbeiten, wenn andere Ferien machen. Es gibt einzelne spezielle Angebote in den Kirchen. Exemplarisch möchte ich die Gottesdienste für die Mitarbeiter auf Kreuzfahrtschiffen nennen, die oft über Monate nicht länger von Bord kommen. Unsere Bordseelsorger bieten für diese Gläubigen – soweit möglich - besondere Gottesdienste, oft auch am späten Abend, an.

Wie nachhaltig ist das Wirken der Touristenseelsorger?

Den Erfolg von Seelsorge zu messen ist generell schwierig. Noch dazu, wenn es manchmal nur einmalige Begegnungen sind. Hier im Auslandssekretariat erreichen uns aber immer wieder sehr positive Rückmeldungen und ausdrücklicher Dank, für eine Messe auf den Kanaren, ein Gespräch auf einem Campingplatz oder für einen geistlichen Kirchenrundgang in Santiago de Compostela.

Worin sehen sie die große Herausforderung der nächsten zehn Jahre für die Freizeit- und Touristenseelsorge?

Wenn die Entwicklung der letzten Jahrzehnte weitergeht, dann wird die Zahl der Urlaube, die jemand im Jahr macht, weiter steigen, die Zahl der dafür eingesetzten Urlaubstage aber kleiner. Kurzzeitige Begegnungen werden somit noch mehr zunehmen. Auch wird wohl die Zahl der Menschen weiter steigen, die den Urlaub nutzen, um spirituell-religiös neue Kraft zu finden. Das starke Anwachsen in den Bereichen „Kloster auf Zeit“ und „Pilgern“ sind dafür deutliche Indikatoren. Diesen Menschen die Hilfen zu geben, die sie benötigen, wird eine der wichtigen Aufgaben der kommenden Jahre sein.

Wie verbringen Sie am liebsten Ihren Urlaub?

Ich habe keinen festen Urlaubsort, ich sehe mir gerne etwas Neues an. Wichtiger als der Ort ist für mich eine nette Reisebegleitung, da ich ungern alleine verreise. Auch weil ich berufsbedingt zu oft am Schreibtisch sitze, suche ich im Urlaub gerne körperliche Bewegung. Früher waren das mehr Radtouren, heute gehe ich lieber Wandern, so bin ich in den letzten beiden Jahren den ganzen Rheinsteig und einen Treck in Nepal gewandert.